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Über mich (in Kürze und Länge):

 

Marie Sophie Richter arbeitet als freischaffende Sängerin in Hamburg. Sie studierte klassischen Gesang in Hamburg und Köln. Bereits während des Studiums sang sie in zahlreichen Produktionen der HfMT Hamburg und des Theater Kiel und fand in Projekten der freien Szene Freiräume zum Forschen an Stimme und Oper. An der HfMT Köln setzte die Sopranistin den Schwerpunkt ihres Studiums auf gesangliche Improvisation und den Liedgesang. An der Kinderoper des Theater Aachen war sie über zwei Jahre als Sängerin und Sprecherin tätig. Weiterhin nahm sie an internationalen Liedwettbewerben teil.

 

Marie Sophie Richter wurde viele Jahre von der Nikolaus-Reiser-Stiftung und der Claussen-Simon-Stiftung gefördert. Ihr ist es ein Anliegen, neue Formen im Umgang mit klassischem Gesang zu finden, um mit dem Instrument „Stimme“ ihre Zuhörer und Zuhörerinnen noch unmittelbarer bewegen zu können. 2021 gründete Marie Sophie Richter die von der Claussen-Simon-Stiftung geförderte Gruppe „Liederzimmer“, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, den Liederabend zurück in die Hamburger Wohnzimmer zu bringen. Die Sopranistin singt heute sowohl im Opern- als auch im Oratorienbereich. Ebenso ist sie in der freien Musiktheaterszene aktiv und gibt selbstkonzipierte Liederabende. Zurzeit ist sie im Rahmen des Projekts [in]operabilities auf Kampnagel in Produktionen zu erleben, welche zum Ziel haben Barrieren im (Musik-)Theaterbereich abzubauen.

Ein Überblick:

Eine tieferer Einblick:

In eine Familie von Musikern und Musikerinnen hineingeboren, machte ich schon früh Erfahrungen mit der Musik. Mit fünf Jahren war ich Mitglied des Kinder- und Jugendchores der Oper Kiel und durfte mich singend und spielend auf der großen Bühne ausprobieren. Als Sechsjährige begann ich Cello und Klavier zu spielen. Ersten Gesangsunterricht erhielt ich mit 16 Jahren bei Kammersänger Hans Georg Ahrens in Kiel und konzertierte während meiner Schulzeit und danach mit dem Vokalquintett "ohne zuckerzusatz" mit acappella Programmen. An Jugend musiziert nahm ich mit dem Cello, im Gesang Solo und mit meinem Quintett mehrfach auch als Preisträgerin bis zum Bundeswettbewerb teil.

Mein Interesse an der Musik und der Bühne war immer breitgefächert und ist es auch geblieben.

Nach einem Auslandsjahr in Finnland, dem Abschluss meines Abiturs in Kiel und einer Regiehospitanz am Theater Kiel bei der "West Side Story" in der Regie von Daniel Karasek, begann ich als Altistin Gesang an der HfMT Hamburg bei Yvi Jänicke zu studieren.

Parallel zum Studium gastierte ich u.a. in Kiel als Lehrbube bei den "Meistersingern von Nürnberg"  und durfte an diversen Hochschulprojekten teilnehmen (u.a. "Cendrillon" von Pauline Viardot, "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" von Weill und als Dido in "Dido and Aeneas" von Purcell). Während meines Studiums in Hamburg habe ich wichtige Impulse von Burkhart Kehring im Bereich des Kunstlieds erhalten und die Welt der alten Musik bei dem Cellisten Gerhart Darmstadt kennenlernen dürfen.

 

Nachdem ich meinen Fachwechsel zum Sopran während meiner letzten Studiensemester erfolgreich vollzog, schloss ich meinen Bachelor bei Carolyn Grace James ab und begann 2016 an der HfMT Köln bei Brigitte Lindner  zu studieren. Hier vertiefte ich meine Kenntnisse im Lied bei Ulrich Eisenlohr und bildete ein festes Duo mit der taiwanesischen Pianistin Wei Lee. Zusammen haben wir an einigen Wettbewerben wie dem internationalen Wolf Wettbewerb in Stuttgart und bei "Das Lied" in Berlin teilgenommen und konzertieren nach wie vor mit vielfältigen Liedprogrammen - an modernen und historischen Instrumenten.

Das Forschen an der Improvisation im klassischen Gesang mit dem Pianisten Michael Gees und die Impulse aus Unterrichten mit Kai Wessel, Gerald Hambitzer und aus dem Meisterkurs von Sigrid T'Hooft für meinen Umgang mit der alten Musik waren für mich besonders prägend. Neben Meisterkursen mit u.a. Margreet Honig, Mark Tucker und Roger Vignoles verdanke ich die ständige Weiterentwicklung meines Singens aber vor allem meiner niederländischen Lehrerin Gemma Visser, deren Unterricht ich seit 2012 regelmäßig genießen darf.

 

Auch während meines Masterstudiums war ich auf der Bühne tätig: 2016 sang ich unter der Regie Benjamin van Bebbers in Hamburg den Pyramus aus "Pyramus und Thisbe" von J.A. Hasse und spielte von 2015-2017 die Kinderoper "Gold" von Leonard Evers am Theater Aachen.

Bis zum Ende meines Masterstudiums im März 2017 wurde ich von der Nikolaus Reiser Stiftung Flensburg unterstützt.

Im Anschluss an das Studium in Köln gastierte ich im Frühjahr 2017 am Theater Kiel in der französischen Barockoper "Skylla und Glaukos" von Jean-Marie Leclair unter der Leitung von Václav Luks und der Regie Lucinda Childs.

Mitte desselben Jahres bin ich zurück nach Hamburg gezogen, um meinen Lebensmittelpunkt wieder in den Norden zu verlegen.

 

Neben meiner solistischen Tätigkeit im Lied, dem Oratorium und der alten Musik wirke ich gerne an Projekten der freien Musiktheaterszene mit und bin freie Mitarbeiterin beim NDR Chor, wo ich es genieße, meine Stimme noch einmal auf solch andere Weise einsetzen zu können. Außerdem gebe  ich mit Freude im Gesangsunterricht mein Wissen über das Singen an meine Schüler weiter.

Im Opernloft Hamburg war ich in dem Stück "Tod im Terminal", in einer Kurzfassung des Rings und auch als Zerlina in Don Giovanni in einer Inszenierung Kerstin Steebs zu erleben.

Während der veränderten Arbeitsbedingungen in der Coronapandemie weitete ich mein stimmbildnerisches Angebot aus und gebe nun nach wie vor mit großem Erfolg auch in Onlinestunden mein Wissen an meine Schülerinnen und Schüler weiter.

Seit 2020 habe ich in verschiedenen Stücken der K3 Tanz-Residenzen am Kampnagel die beteiligten Tänzer und Tänzerinnen im Umgang mit Ihrer Stimme unterrichten dürfen. In diesen Choreographien spielt die Stimme der Tanzenden immer öfter ebenfalls eine tragende Rolle. Es ist sehr spannend meinen Teil dazu beizutragen, dass die manchmal so getrennten Sparten der darstellenden Künste sich immer mehr gegenseitig inspirieren und verschmischen dürfen. 

2019-2021 durfte ich als Stipendiatin im Programm stART.up der Claussen-Simon-Stiftung wichtige weitere Impulse für meine künstlerische Tätigkeit erhalten.

​Mithilfe dieser Förderung entwickelte ich das Projekt Liederzimmer, mit dem ich das Kunstlied und uns Künstler*innen direkt zum Publikum in die Hamburger Wohnzimmer bringen möchte.

Seit 2022 arbeite ich mit dem künstlerischen Kollektiv  [in]operabilities zusammen. In Laboren und Stückentwicklungen forschen wir im zeitgenössischen Musiktheater und verknüpften die Kunstform Oper mit der Frage nach ihrer Zugänglichkeit. Als Künstler*innen mit unterschiedlichen Wahrnehmungsstilen suchen wir nach Formen vielsinnlichen Musizierens und Sich-Begegnens – nach kollektiven und individuellen „opera-abilities.

2025 und 2026 durfte ich meine pädagogischen Kompetenzen mit viel Freude als Jurorin bei verschiedenen Landeswettbewerben von Jugend musiziert einsetzen.

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